Seit dem ersten Auftreten von Covid-19 hat sich unser alltägliches Leben in mancherlei Hinsicht geändert. Wir möchten verstehen, wie sich diese Änderungen auf unsere Erleben im Alltag und unsere psychische Gesundheit auswirken, und ob bestimmte Unterstützungsangebote dabei helfen können, die Pandemie möglichst gut zu bewältigen.

Im Folgenden finden Sie einige Projekte, bei denen Sie aktiv mithelfen können, diese Ziele zu erreichen.

Körperliches und seelisches Befinden und Bewältigungsverhalten

Haben körperliche oder psychische Beschwerden bei den Befragten seit Ausbruch der Corona-Pandemie zugenommen? Wie gehen die Betroffenen mit Angst vor Ansteckung und mit Gesundheitssorgen um? Welche Verhaltensweisen und Merkmale von Menschen sind beim Umgang mit Sorgen hilfreich oder auch hinderlich?

Ziel ist es, möglichst rassch erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen, damit im nächsten Schritt passende Beratungs- und Behandlungsangebote entwickelt werden können.

Die anonyme Umfrage richtet sich an alle Personen aus der Allgemeinbevölkerung, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Corona-EMIcompass – mobile Trainings für den Umgang mit Gefühlen

Um in Zeiten der Covid-19 Pandemie die psychische Gesundheit zu fördern, haben wir zusätzlich die Corona EMIcompass App entwickelt. Die “Corone EMIcompass App” richtet sich an Menschen, die vor dem Hintergrund der aktuellen Lage ihren Umgang mit Stress und Belastung verbessern möchten. Ziel des sechswöchigen Training ist es, emotional gefestigt durch den oftmals veränderten Alltag zu kommen und mit sich selbst wohlwollend umzugehen - so wie wir das mit einem guten Freund oder einer guten Freundin würden.

Das Training verbindet die Nutzung der “Corone EMIcompass App” mit 4 Trainingseinheiten in der Gruppe. Im Rahmen der Trainingseinheiten wird Ihnen das EMIcompass Trainerteam über Videotelefonie verschiedene Wege für den Umgang mit belastenden Gefühlen, Sorgen und Stress vorstellen, diese gemeinsam mit Ihnen einüben und Ihre Fragen beantworten. Die App vermittelt Ihnen neue Inhalte, unterstützt Sie beim Einüben neu erlernter Strategien und bietet im Alltag genau dann Unterstützung an, wenn sie gebraucht wird.

Am Corona-EMIcompass-Training können Personen teilnehmen, die

  • zwischen 18 und 65 Jahre alt sind
  • psychisch belastet sind, aber noch nie in Behandlung waren
  • ein Android-Smartphone besitzen.

EMIcompass - mobile Trainings für den Umgang mit Gefühlen

Psychische Erkrankungen beginnen häufig im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Die Abteilung Public Mental Health des Zentralinstituts für seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim untersucht daher ein mobiles Training für den Umgang mit Gefühlen in einer randomisierten kontrollierten Studie (“EMIcompass”). Das Training, das unter anderem Atem- und Imaginationsübungen beinhaltet, umfasst vier Sitzungen über einen Zeitraum von sechs Wochen mit unserer Studientherapeutin. Die Sitzungen können auch als Videosprechstunden stattfinden, so dass keine Präsenztermine erforderlich sind. Parallel werden erlernte Strategien mit Hilfe eines Smartphones im Alltag trainiert und sind dadurch in die Lebenswelt der jungen Erwachsenen integriert.

Teilnehmen können Personen, die

  • unter 25 Jahre alt sind
  • psychisch belastet sind oder unspezifische Symptome besitzen
  • eine erste Erkrankung einer Depression, Angststörung, Psychose aufweisen.

Die Atemschutzmaske – Unser neuer Begleiter

Wenn wir andere, uns unbekannte Menschen treffen, bewerten wir sie oft schnell und ohne groß nachzudenken “aus dem Bauch” heraus. Bei diesen Bewertungen nutzen wir oft den Gesichtsausdruck eines Menschens.

Um eine weiter Verbreitung des Virus und damit das Ansteckungsrisiko zu vermindern, wird zur Zeit mehr oder weniger weltweit empfohlen, Atemschutzmasken zu tragen. Sie verdecken einen Teil des Gesichtes der Menschen, die wir treffen.

Mit der aktuellen Umfrage möchten wir untersuchen, ob das Tragen von Atemschutzmasken beeinflusst, wie wir die Gefühle und die Vertrauenswürdigkeit anderer Menschen bewerten.

Ziel ist es dabei zu verstehen, ob und wenn ja, wie das Tragen der Masken unser Zusammentreffen mit anderen Personen beeinflusst.

Die anonyme Umfrage richtet sich an alle Personen aus der Allgemeinbevölkerung, die mindestens 16 Jahre alt sind.